Protokoll Teilprojekttreffen Fachhochschule Düsseldorf 30. Oktober 2007

Arbeitstreffen Villa Merländer Krefeld, 30. Oktober 2007, 16.00 Uhr

Teilnehmende:
Serkan Calemak, Kurt-Tucholsky-Gesamtschule Krefeld
Elif Dogan, Kurt-Tucholsky-Gesamtschule Krefeld
Wolfgang Dreßen, FH Düsseldorf
Damla Kilia, DIDF Krefeld
Jasmin Lehmann, Kurt-Tucholsky-Gesamtschule Krefeld
Meltem Sahin, DIDF Krefeld
Svenja Sander, Kurt-Tucholsky-Gesamtschule Krefeld
Marten Schaal, Kurt-Tucholsky-Gesamtschule Krefeld
Rita Schmid, FH Düsseldorf
Günter Simon, Heinrich Böll Schule Neuss
Karina Verhoeven, FH Düsseldorf
Andreas Weinhold, Kurt-Tucholsky-Gesamtschule Krefeld

1. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde skizzierte Herr Dreßen das Teilprojekt „Integration und Anerkennung“. Eine „subjektive Topographie“ der Stadt wird von Jugendlichen entwickelt und von ihnen mit künstlerischen Mitteln dargestellt. Es geht dabei um die Erforschung und Überwindung von Vorurteilen. Die Stadt soll von Schülern erobert werden. Sie zeigen die Orte ihrer Stadt, in die man normalerweise nicht hinkommt. Das Projekt wird mit Schulen, Jugendeinrichtungen und religiöse Gemeinden durchgeführt. Die Resultate werden in Mai 2008 in einer Ausstellung und in einem Stadtrundgang gezeigt. Diese Präsentationen werden grenzüberschreitend besucht. In Krefeld werden die Arbeiten am 24. Mai präsentiert und gegenseitig besucht.  Am 25. Mai wird unter allen Beteiligten ein Austausch über die Erfahrung ihrer Arbeit stattfinden.

2. Herr Simon der Heinrich Böll Schule in Neuss berichtete über die mögliche Einbindung einer türkischen Gruppe mit einer Schule in Neuss. Außerdem kann er im Rahmen des Projektes eine Migrationsbiographie erstellen, wobei zum Beispiel zwei deutsche und zwei russische Schüler ihre Familien zeigen.

Herr Weinhold der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule in Krefeld erzählte über das „Stolpersteine-Projekt“ in Krefeld. Über eine Internetplattform für ein Netzwerk kann die Dokumentation des Projektes festgelegt werden. Weiter berichtete er, dass die Schule täglich mit vielen verschiedenen Nationalitäten zu tun hat, wobei es ständig Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Migrantengruppen gibt. (Besonders jetzt zwischen türkischen und kurdischen Jugendlichen). Die Schüler können im Rahmen einer Arbeit die jetzt in der Schule ansteht für unser gemeinsames Projekt ein Thema erarbeiten. Herr Dreßen antwortete darauf, dass zum Beispiel eine Arbeit über die Migrationsgeschichte der Juden interessant wäre. Dazu nannte er den Gedenkstein bei der Synagoge in Roermond: welche Juden kommen woher?

Frau Kilia und Frau Sahin berichten über ihre Ideen für das Projekt. DIDF wird einen Film erarbeiten, wobei junge Migranten und Deutsche interviewt werden. Fragen wie „wo halte ich mich auf?“ und „wo gibt es Unterschiede?“ werden dabei zentral stehen. Der Film wird eine Reportage und Dokumentation über die Migration und die sozialen Verhältnisse sowie Hintergründe der Menschen beinhalten.
Herr Dreßen antwortete darauf, dass ein Film mit dem Titel „Das wahre Leben der Migranten in Krefeld“ sehr interessant wäre.

3. Herr Dreßen berichtete über die Fortsetzung des Projektes für zwei Jahre ab Juli 2008. Außer einer deutsch-niederländischen Kooperation wird es in dem neuen Projekt auch eine Kooperation mit Belgien geben. Außerdem wäre es günstig in dem anschließenden Projekt mehrere Euregios zu beteiligen.