Teilprojekt 7:
Arbeitstreffen Villa Merländer Krefeld, 12. September 2007, 16.30 Uhr

Teilnehmende:
Catrin Aengeneyndt, Stadt Krefeld
Norbert Axnick, Stadt Krefeld
Monika Bender-Schettler, Stadt Krefeld
Robert Claßen, VHS Krefeld
Wolfgang Dreßen, FH Düsseldorf
Franz Josef Frigger, Marienschule Krefeld
Rita Schmid, FH Düsseldorf
Günter Simon, Heinrich Böll Schule Neuss
Karina Verhoeven, FH Düsseldorf

1. Herr Dreßen skizzierte das Teilprojekt „Integration und Anerkennung“ ( Interreg ).
Eine „subjektive Topographie“ der Stadt wird von Jugendlichen entwickelt und von ihnen mit künstlerischen Mitteln dargestellt. Es geht dabei um die Erforschung und Überwindung von Vorurteilen.

2. Herr Axnick, Leiter der „Jugendabteilung Krefeld“, berichtete über verschiedene Projekte im Rahmen der Jugendkulturarbeit gegen Vorurteile.
Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen der „Weltreise“, eines interkulturellen Projekts. Herr Axnick distanzierte sich ausdrücklich von „folkloristischen Unternehmungen“. Er legt in den Projekten großen Wert auf den Austausch zwischen den verschiedenen Kulturen und das gegenseitige Kennen lernen.
Herr Axnick gab zu bedenken, dass eine „subjektive Topographie“ ausschließend und kontraproduktiv wirken könnte.
Herr Dreßen antwortete darauf, dass eine Überwindung von Vorurteilen erst einmal die Anerkennung verschiedener Lebensformen bedeutet, eine Anerkennung von der Seite der Minderheiten und der Mehrheitsgeselllschaft. Die Jugendliche werden sich dabei erstmal ihrer eigenen Identität bewusst und lernen, wie sie mit anderen Kulturen und Religionen innerhalb der Stadt umgehen können.

3. Es wurden Vorschläge für einzelne Stadtteile diskutiert.

4. Herr Frigger berichtete von seiner Arbeit anhand der Bibel und des Korans. Diese
Arbeit erfolgt in Zusammenarbeit mit muslimischen und christlichen Vertretern, allerdings nehmen kaum SchülerInnen daran teil.
Er  berichtete, dass diese die verschiedenen Religionen anerkennende Arbeit auch bei ihm selbst ein anderes Bewusstsein gefördert und seinen eigenen Religionsunterricht verändert hat.
Herr Frigge hat Kontakte zu verschiedenen Gruppen, die am Projekt teilnehmen könnten, u.a. eine Tanzgruppe ( Frau Bartisch ), - Musik und Tänze der Derwische und der Gregorianik. Er betonte, dass vor allem die persönlichen Kontakte mit den einzelnen Personen für seine Arbeit wichtig waren.
Herr Frigge unterstrich, dass die „Kopftuch-Diskussion“ auf der Seite der Deutschen oft ohne genauere Kenntnisse geführt wird.

5. Herr Simon, ebenfalls Religionslehrer, berichtete, dass noch ein weiterer Lehrer aus
seinem Kollegium an einer Mitarbeit interessiert sei.
 
 

Fazit:

Bisher war es sehr schwierig, Kontakte herzustellen, vor allem bedingt durch die Ferienzeit.
Frau Bender-Schettler, erklärte sich bereit, Kontakte zu Jugendzentren herzustellen.

Ein weiteres Treffen, mit weiteren Teilnehmern, findet in am
Dienstag, den 30. Oktober, 16.00 Uhr
in der Villa Merländer statt.
Bis dahin überlegen sich alle Teilnehmerinnen, auf welche Weise sie am Projekt teilnehmen wollen.

Eine öffentliche Präsentation der „subjektiven Topographien“ in Krefeld, Neuss und Roermond ist für Mitte Mai 2008 vorgesehen.

Für die Zukunft wird ein ständiges Büro in der Gedenkstätte für die Projektarbeit eingerichtet, wo nicht nur Projektpartner, sonder auch die Lehrer selbst arbeiten und sich mit anderen Lehrern treffen können.