Protokoll der NET(Z)WERK-Konferenz vom 23.10.2007
im Haus der euregio rhein-maas-nord
Protokoll der INTERREG IV Konferenz des NET(Z)WERKS
von Dienstag, 23. Oktober 2007, euregio rhein-maas-nord Mönchengladbach

1. Begrüßung 
Herr Reichartz begrüßt die Teilnehmenden und freut sich über die großzügige grenzüberschreitende Zusammenarbeit im NET(Z)WERK-Projekt. Schon die Quartalsberichte zeigen, wie deutlich die euregionale Zusammenarbeit im Projekt da ist. Herr Reichartz übergibt das Wort an Herrn Claßen. Herr Claßen bedankt sich bei Herrn Reichartz und erklärt, wie gut die Zusammenarbeit im Projekt eigentlich ist; nicht nur für das NET(Z)WERK, sondern auch für das Bewusstsein der euregionalen Geschichte. Er weist darauf hin, dass das Projekt größer sei als beantragt und im Projekt mehr Arbeit geleistet als gefördert wird. Diese sogenannte „freie Arbeit“ zeigt die Überzeugungskraft der vielen Projektpartner, die man in INTERREG IV gerne noch mal zeigen möchte. 

2. Praxis INTERREG IV
Die euregio rhein-maas-nord hat das Operationelle Programm für INTERREG IV eingereicht, es ist allerdings noch nicht genehmigt. Wahrscheinlich erfolgt Mitte November 2007 die Genehmigung, woraufhin die ersten Projektvorschläge aufgenommen werden. Das Programm wird mit vier Euregios durchgeführt: Ems-Dollart Region, EUREGIO, Euregio Rhein-Waal und euregio rhein-maas-nord. 

In INTERREG IV können „Majeure-Projekte“ beantragt werden, wobei man mit allen Euregios, aber mindestens mit zwei Euregios, zusammenarbeiten kann. Diese Projekte sind gewollt, wichtig und politisch-relevant in der Euregio.

Unser Projekt soll nicht unbedingt ein Majeure-Projekt sein. Herr Reichartz erklärt, dass wir auch ein normales INTERREG IV-Projekt mit mehreren Euregios beantragen können. Die Projekte werden in dem Fall in zwei Gremien besprochen, wobei beide Euregios den eigenen Anteil bezahlen. 

Die Zusammenarbeit mit der Euregio Maas-Rhein ist wegen der formalen Strukturen (drei Staaten) sehr schwierig. Aus diesem Grund ist die Euregio Maas-Rhein nicht in diesem Operationellen Programm dabei. Trotzdem wäre eine Zusammenarbeit mit der Euregio Maas-Rhein auch in INTERREG IV möglich. 

Bei INTERREG IV wird vor allem der Bereich Wirtschaft (wozu auch „Tourismus“ zählt) gefördert. Entsprechende Projekte werden in INTERREG IV stärker durch das Wirtschaftsministerium der Niederlande als durch die Provinz Limburg bewertet. Das Wirtschaftsministerium achtet darauf, ob ein Projekt für die Euregio politisch (wirtschaftlich) relevant ist. Wird es negativ bewertet, wird die Provinz Limburg das Projekt weniger oder gar nicht fördern. 
 

3. Ideen
Das nächste NET(Z)WERK-Projekt könnte weniger historisch, eher touristisch ausgerichtet sein. Das jetzigen Projektleistungen sollen als stabil weiterlaufendes Aufbauprojekt verstanden und in INTERREG IV mit deutlich neuer Zielsetzung durchgeführt werden. 
Für das neue NETZ(Z)WERK-Projekt möchten wir vielleicht mit der Euregio Maas-Rhein und Euregio Rhein-Waal zusammenarbeiten. Die Projektpartner könnten in dem Fall auch außerhalb der euregio rhein-maas-nord angesiedelt sein. Der Schwerpunkt soll allerdings hier liegen. Außerdem soll man die Funktion dieser außer-euregionalen Projektpartner deutlich begründen. 

Herr Prof. Dr. Dreßen fragt, in wieweit es möglich ist, etwas im Rahmen „2010 Essen Kulturhauptstadt“ zu machen. Herr Reichartz weist darauf hin, dass das Ruhrgebiet ein wenig außerhalb der Euregio liege. Solche Projekte seien am Rande möglich, man soll sich aber nicht darauf fokussieren. 

Herr Prof. Dr. Dreßen wird mit der Fachhochschule Düsseldorf ein Teilprojekt bezüglich des topographischen und demografischen Wandels einreichen: In der Zukunft wird der größte Teil der Bevölkerung aus Menschen mit Migrationshintergrund bestehen. Was sind die wirtschaftlichen Folgen und wie geht man damit um? Herr Dreßen hat bereits einen Anknüpfungspunkt gefunden: Herr Joußen hat in der Euregio Maas-Rhein führt bereits einige Projekte durch, und die heutigen Entwicklungen können damit verbunden werden.

Herr Theunissen wird mit der Fontys PABO Limburg didaktische Materialien für einen Stadtrundgang machen, zum Beispiel für Museen in der Euregio. Die didaktische Anbindung findet vor allem mit Tourismusagenturen statt. Herr Dreßen schlägt vor, dafür keine übliche Orte zu nehmen, sondern die Orte, wo normalerweise keine Touristen hinkommen. Ein Rundgang zu einem bestimmten Thema wäre allerdings auch möglich.

Frau Hüttenmeister wird mit dem Steinheim-Institut einen Rundgang zu jüdischen Gedenkstätten entwickeln. Dazu entsteht ein Band zu verschiedenen Themen, wie zum Beispiel die Friedhöfe, Gedenksteine und Mikwen. Dieser Rundgang soll in deutscher, niederländischer und englischer Sprache entstehen. 
Frau Brockhaus weist darauf hin, dass nur Interessenten solche Rundgänge machen werden. Deshalb sollen die Rundgänge mit themennah ergänzt werden, wie zum Beispiel Touren mit dem Auto oder dem Fahrrad und Orte wo man koscher essen kann. 

Wichtig wäre also besipielsweise die Frage, wie man einen Gedenkstein interessant machen kann für ein 8-jähriges Kind und wie man Interessenten in die Euregio ziehen kann. Eine Möglichkeit wäre, die Museen einzubinden, damit man eine Vorgeschichte zu den verschiedenen Themen zeigen kann. 

Herr Reichartz weist darauf hin, dass englische Übersetzungen nicht betont werden müssen, wenn man auf Touristen der eigenen Großregion abzielt..
 

4. Schluss und Tipps
Herr Theunissen betont, dass wir nach Gemeinsamkeiten suchen müssen. Gerade der Reiz, darüber nachzudenken, dass es die Grenze nicht gibt, ist sehr interessant. Herr Reichartz erklärt, dass dieses grenzüberschreitende Wegdenken der Grenze wichtig ist und wir die Suche nach Gemeinsamkeiten in INTERREG IV fortführen  sollen. Vor allem die euregionalen Kontakte dies- und jenseits der Grenze sind dabei wichtig, weil es mehr Kontakte gibt als man kennt.

Herr Claßen stellt vor, ein Projekt über Großraumidentität zu machen, wobei Arbeitsmigration, jüdische Migration, sozial-kulturelle Migration etc. sowie Bewusstseinsbildung zentral stehen.

Das neue Projekt kann mit den bestehenden INTERREG IIIA-Projekten „Flashback“, „Glasmalerei“ und „2-Land“ (www.2-land.de, Frau Baumgärtner) verbunden werden. Diese Projekte haben bereits Erfahrung mit touristischen Projekten. 

Herr Claßen schlägt vor, dass wir erst die Möglichkeiten eines touristischen Projektes ansehen und fragt, ob wir den touristischen Teil selbst machen, oder die Information an Tourismusagenturen weitergeben, weil wir die Kompetenz für Tourismus nicht den eigenen Reihen haben. Vorschlag wäre, ein kultur-historisches Projekt zu machen, das auf Tourismus hinausläuft.

Neue Ideen können per E-Mail an office@d-nl.net geschickt werden. Dabei soll man die Zielgruppe und Kriterien des Teilprojektes formulieren. Die Ideen für INTERREG IV kann man auf dem geschützten Bereich der Website www.-d-nl.net nachlesen. 
 
 
 

Teilnehmende:
Y. Brockhaus     
R. Claßen  
Prof. Dr. W. Dreßen
N. Hüttenmeister     
L. Imkamp
W. Joußen
B. Ostrowski
M. Reichartz
R. Schmid
T. Schrörs
N. Theunissen
K. Verhoeven
 

Notulen INTERREG IV Bijeenkomst NET(Z)WERK
Dinsdag 23 oktober 2007, euregio rhein-maas-nord Mönchengladbach

1. Welkomstwoord 
Dhr. Reichartz heet alle deelnemers welkom en benadrukt de omvangrijke grensoverschrijdende samenwerking in het NET(Z)WERK-project. Alleen al de kwartaalrapporten tonen aan hoe goed de euregionale samenwerking is. Dhr. Reichartz geeft het woord aan dhr. Claßen. Dhr. Claßen bedankt dhr. Reichartz en geeft aan hoe goed de samenwerking is, niet alleen voor het NET(Z)WERK, maar ook voor het bewustzijn van de euregionale geschiedenis. Bovendien is het project groter als destijds aangevraagd en dat er meer werk wordt geleverd dan uiteindelijk gesubsidieerd. Deze vrijwillige werkzaamheden zijn een duidelijk teken voor de overtuigingskracht van veel projectpartners die ze in INTERREG IV graag nogmaals wil tonen. 
 

2. INTERREG IV
De euregio rhein-maas-nord heeft het operationele programma voor INTERREG IV ingeleverd, echter is het nog niet aangenomen. Waarschijnlijk zal dit medio november 2007 plaatsvinden. Daaropvolgend zullen de eerste projectaanvragen worden aangenomen. Het programma zal met vier euregio’s worden doorgevoerd: Ems-Dollart Region, EUREGIO, Euregio Rhein-Waal en euregio rhein-maas-nord. 

In INTERREG IV kunnen „Majeure-projecten“ worden aangevraagd, waarbij met alle euregio’s, echter tenminste twee euregio’s, worden samengewerkt. Deze projecten zijn zeer gewild, belangrijk en politiek relevant in de euregio. 

Ons project moet niet per se een Majeure-project zijn. Dhr. Reichartz geeft aan dat we ook een normaal INTERREG IV-project kunnen aanvragen. Het project wordt in zo’n geval in twee gremia besproken en beide euregio’s betalen hun eigen aandeel. De samenwerking met de Euregio Maas-Rhein is wegens formele structuren (drie staten) erg moeilijk. Daarom is deze euregio niet in het operationele programma. Desondanks is samenwerking met de Euregio Maas-Rhein in INTERREG IV mogelijk. 
 
 
 

Bij INTERREG IV zal met name Economie (waartoe ook toerisme behoort) worden gesubsidieerd. Deze projecten zullen in INTERREG IV meer door het Ministerie van Economische Zaken dan de Provincie Limburg worden beoordeeld. Het Ministerie van Economische Zaken let erop of een project voor de euregio politiek (economisch) relevant is. Als het project negatief wordt beoordeeld zal de Provincie Limburg het project minder of helemaal niet subsidiëren. 
 

3. Ideeën
Het volgende NET(Z)WERK-project kan minder historisch, eerder toeristisch worden opgezet. De huidige deelprojecten kunnen in zijn geheel als een stabiel opbouwproject worden gezien en in INTERREG IV met een duidelijk nieuwe doelstelling worden voorgezet. Voor het nieuwe NETZ(Z)WERK-project willen we met misschien met de Euregio Maas-Rhein en Euregio Rhein-Waal samenwerken. De projectpartners kunnen in dit geval ook buiten de euregio rhein-maas-nord gevestigd zijn. De nadruk zal echter hier moeten liggen. Bovendien zal men de functie van deze buiten-euregionale projectpartners moeten beargumenteren. 
Dhr. prof. dr. Dreßen vraagt in hoeverre het mogelijk is om iets in het kader van „2010 Essen Kulturhauptstadt“ te organiseren. Dhr. Reichartz geeft aan dat het Roergebied eerder buiten de euregio ligt. Zulke projecten zijn zijdelings mogelijk, men moet zich er echter niet te zeer op richten. 
 

Dhr. prof. dr. Dreßen zal met de Fachhochschule Düsseldorf een deelproject over de topografische en demografische verandering aanvragen: in de toekomst zal een groot deel van de bevolking uit mensen met een migratieachtergrond bestaan. Wat zijn de economische gevolgen en hoe gaat men hiermee om? Dhr. Dreßen heeft al een aanknopingspunt gevonden: dhr. Joußen heeft in de Euregio Maas-Rhein reeds enkele projecten en de huidige ontwikkelingen kunnen hiermee worden verbonden. 
 

Dhr. Theunissen zal met Fontys PABO Limburg didactisch materiaal voor een rondgang door de stad voorbereiden, bijvoorbeeld voor musea in de euregio. De didactische verbindingen zullen vooral met de VVV’s plaatsvinden. Dhr. Dreßen stelt voor daarvoor geen normale bezienswaardigheden te nemen, echter plekken waar normaal gezien geen toeristen komen. Een rondgang met een bepaald thema is hiervoor ook een mogelijkheid. 

Mevr. Hüttenmeister zal met het Steinheim-Institut een rondgang door joodse gedenkplaatsen ontwikkelen. Daarbij ontstaat een band met verschillende thema’s, zoals kerkhoven, gedenkstenen en mikwa’s. Deze rondgang zal in het Duits, Nederland en Engels worden opgezet. 
Mevr. Brockhaus geeft aan dat alleen geïnteresseerden deze rondgangen zullen maken. Daarom zullen de rondgangen met thema’s worden aangevuld, bijvoorbeeld een rondgang met de auto of de fiets en plekken waar koosjer kan worden gegeten. 

Belangrijk is bijvoorbeeld de vraag hoe we een gedenksteen interessant kunnen maken voor een 8-jarig kind en hoe we geïnteresseerden naar de euregio kunnen bewegen. Mogelijkerwijs kunnen we musea erbij betrekken, zodat de voorgeschiedenis met betrekking tot de thematiek kan worden tentoongesteld. 

Dhr. Reichartz geeft aan dat de nadruk niet op de Engelse taal moet liggen als we toeristen uit onze eigen regio’s willen aantrekken. 
 
 

4. Afsluiting en tips
Dhr. Theunissen benadrukt dat we naar overeenkomsten moeten zoeken. Vooral het idee dat er eigenlijk geen grens bestaat is heel interessant. Dhr. Reichartz geeft aan dat het grensoverschrijdende wegdenken van de grens belangrijk is en we het zoeken naar overeenkomsten in INTERREG IV moeten voortzetten. Met name de euregionale contacten zijn belangrijk hierbij, omdat er meer contacten bestaan dan we denken. 
Dhr. Claßen stelt voor een project over de identiteit van onze omgeving op te zetten waarbij arbeidsmigratie, joodse migratie, sociaal-culturele migratie etc. alsmede de vorming van ons bewustzijn centraal zal staan. 

Het nieuwe project kan met de bestaande INTERREG IIIA-projecten „Flashback“, „Glasschilderkunst“ en „2-Land“ (www.2-land.de, Mevr. Baumgärtner) worden verbonden. Deze projecten hebben reeds ervaring met toeristische projecten. 
 

Dhr. Claßen stelt voor dat we eerst de mogelijkheden van een toeristisch project bekijken en stelt de vraag of we het toeristische gedeelte zelf maken of de informatie aan de VVV’s verder geven, omdat de competentie voor toerisme zelf niet direct hebben. Voorstel is een cultureel-historisch project te maken dat uiteindelijk toeristisch eruit zal zien. 

Nieuwe ideeën kunnen via e-mail aan office@d-nl.net worden gestuurd. Daarbij worden de doelgroep en criteria geformuleerd. De ideeën voor INTERREG IV kunnen op het afgeschermde gedeelte van de website www.-d-nl.net worden gelezen. 
 
 
 

Aanwezigen:
Y. Brockhaus     
R. Claßen  
Prof. Dr. W. Dreßen
N. Hüttenmeister     
L. Imkamp
W. Joußen
B. Ostrowski
M. Reichartz
R. Schmid
T. Schrörs
N. Theunissen
K. Verhoeven